Der Begriff Asthma kommt aus dem Griechischen und bedeutet "schweres Atmen, Beklemmung". Asthma ist eine chronisch entzündliche Erkrankung, die sich durch anfallsartige Verengung der Atemwege mit Atemnot äussert. Es besteht eine Überempfindlichkeit der Bronchien (bronchiale Hyperreagibilität). Zu den typischen Symptomen eines Asthmaanfalls zählen:
Die Ausprägung der Asthmaattacken kann sehr unterschiedlich sein – von milden, einige Minuten dauernden Atemnot-Episoden bis hin zu lebensbedrohlichen Anfällen.
Beim Asthmaanfall kommt es zu Veränderungen, die die Atemwege verengen: Die Muskeln der Bronchien verkrampfen sich, die Bronchialschleimhaut schwillt entzündlich an, und es bildet sich ein zäher Schleim, der sich nur mit Mühe abhusten lässt. Diese Veränderungen führen dazu, dass der Durchmesser der Bronchien sich stark einengt und Atemnot entsteht. Ursache der anfallsweise auftretenden Atemnot ist ein überempfindliches Bronchialsystem: Reize, die ein gesunder Mensch gut toleriert (wie körperliche Anstrengung, kalte Luft, Zigarettenrauch), können beim Asthmatiker zur akuten Atemnot führen. Bei rund 90% der Asthmatiker spielt eine Allergie z.B. auf Pollen, Hausstaubmilben oder Tierhaare eine wichtige ursächliche Rolle.
Beschwerden wie Husten und Atemnot treten auch bei anderen Erkrankungen auf, beispielsweise bei chronisch obstruktiver Lungenerkrankung (COPD), bei Lungenembolie oder Herzinsuffizienz. Deshalb ist es gar nicht so einfach, ausschliesslich anhand dieser Symptome eine eindeutige Diagnose zu stellen. Nur durch eine sorgfältige ärztliche Untersuchung und mit Hilfe verschiedener Tests kann die Diagnose "Asthma" gesichert werden.