Wie bei jedem anderen Medikament auch, kann es mit Anti-IgE zu Nebenwirkungen kommen. Besprechen Sie mit Ihrem Arzt, welche Nebenwirkungen auftreten können. In sehr seltenen Fällen kann es, wie bei jeder anderen Injektion (z.B. Impfung, etc.), auch bei der Anti-IgE-Therapie zu einer übermässigen allergischen Reaktion (Anaphylaxie) kommen. Diese Reaktion ist bei der Anti-IgE-Therapie viel seltener als z.B. bei der Desensibilisierungstherapie, doch sie kann vereinzelt auftreten und muss darum beachtet werden. Ihr Arzt wird Sie über diesen Punkt im Speziellen noch aufklären. Mit Ihrem richtigen Verhalten (falls es doch zu einer solchen Reaktion kommen sollte), stellt eine solche allergische Reaktion aber keine lebensgefährliche Gefahr dar.
Was oft beobachtet worden ist, sind kleine allergische Reaktionen (kleine Entzündung oder Schwellung) an der Injektionsstelle(n), welche aber nur von kurzer Dauer und harmlos sind.
Die Entscheidung über die notwendige Behandlungsdauer kann nur Ihr Arzt treffen. Bei Absetzen von Anti-IgE kommt es nach einiger Zeit wieder zu einer Erhöhung Ihres IgE-Wertes. Entsprechend werden auch die Asthma-Symptome, die Sie vor der Anti-IgE-Behandlung hatten, innert weniger Wochen wieder zurückkehren. Daher darf die Behandlung mit Anti-IgE niemals ohne Rücksprache mit dem Arzt beendet werden.
Für alle anderen Medikamente gilt: sprechen Sie mit Ihrem Arzt über jedes Medikament, welches Sie zusätzlich einnehmen oder einzunehmen planen. Dies betriff auch Vitamine und Nahrungsergänzungsmittel. Ihr Arzt als Fachmann kann darüber entscheiden, ob es nicht zu unvorhergesehenen Wechselwirkungen kommen kann.
Studien konnten diese Frage nicht abschliessend klären. Jedoch hat es sich gezeigt, dass Patienten mit Anti-IgE-Therapie nicht signifikant häufiger an Krebs erkranken als Patienten ohne Anti-IgE-Therapie. Das heisst beide Patientengruppen (mit oder ohne Anti-IgE-Therapie) haben ungefähr das gleich grosses Risiko, an Krebs zu erkranken.
Kommt es unter der Anti-IgE-Therapie zu Anfällen, so handeln Sie bitte so, wie Sie es gelernt haben. Bewahren Sie Ruhe und verwenden Sie die von Ihrem Arzt verordneten Notfallmedikamente. Kommt es damit nicht zu einer raschen Besserung, so sollte auf jeden Fall ein Arzt gerufen werden.
Die Anti-IgE-Therapie ist zwar eine relativ teure Behandlung, doch sie wird durch die Grundversicherung der Krankenkasse vollumfänglich bezahlt.