Bei etwa 90% der Asthmatiker liegt eine Allergie z.B. auf Pollen, Hausstaubmilben oder Tierhaare vor. Allergisches Asthma macht sich oft schon in der Kindheit oder frühen Jugend durch Husten, pfeifende Atemgeräusche und Luftnot bemerkbar.
Rund 10% der Asthmatiker weisen ein nicht allergisches Asthma auf. Diese Erkrankung beginnt häufig erst bei über 40-Jährigen. Nicht allergisches Asthma entwickelt sich bei vielen Patienten nach einem Infekt, z.B. nach einer Entzündung der Nasennebenhöhlen oder nach einer Bronchitis. Durch die Entzündung wird die Bronchialschleimhaut geschädigt (Zerstörung der obersten Schleimhautschicht und Schädigung des reinigenden Flimmerzellapparats). Dann kann es sein, dass die Schleimhaut auf zusätzliche Reize wie z.B. kalte Luft oder Zigarettenrauch überempfindlich reagiert und sich ein Asthma entwickelt.
Nicht allergisches Asthma muss konsequent mit antientzündlichen und bronchienerweiternden Medikamenten behandelt werden, um Beschwerden zu lindern und einer dauerhaften Schleimhautschädigung entgegen zu wirken. Mit einer geeigneten Therapie lassen sich Asthmasymptome gut kontrollieren, auch wenn eine ursächliche Behandlungsmöglichkeit nicht zur Verfügung steht.