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Ungenügende Asthmakontrolle: Beschwerden trotz Kortison?

Weiterhin Beschwerden bei allergischem Asthma trotz Kortison?

Bei den nachfolgenden Ausführungen ist es wichtig zu verstehen, dass es allergisches und nicht-allergisches (in der Fachsprache: intrinsisches) Asthma gibt. Mehr als die Hälfte aller Asthmatiker leiden an einem allergisch bedingten Asthma, welches zu 90% durch das IgE-Molekül vermittelt ist.

Zusätzliche Therapiemöglichkeit bei ungenügender Asthmakontrolle: die Anti-IgE-Therapie

Bei einigen Patienten mit schwerem allergischen Asthma hat die herkömmliche Therapie mit Kortison-Präparaten und Beta-2-Sympathomimetika nur geringen Erfolg. Ihnen kann ein neues Medikament helfen: ein Anti-IgE-Antikörper. Dieser besetzt am IgE-Molekül eine bestimmte Rezeptorbindungsstelle, welche eigentlich als Bindungsstelle des IgE an die Mastzelle dient. Indem Anti-IgE diese Andockstellen blockiert, kann IgE nicht mehr an die Mastzelle binden. Das verhindert, dass allergische Reaktionen ausgelöst werden, die ihrerseits Asthmaanfälle hervorrufen. Durch diesen Wirkmechanismus weisen Anti-IgE-Antikörper entzündungshemmende Eigenschaften auf.

Anti-IgE-Antikörper werden unter die Haut gespritzt. Welche Dosis erforderlich ist, hängt vom Körpergewicht des Patienten und von seinen IgE-Werten im Blut ab. Die Anti-IgE-Spritze muss alle zwei oder alle vier Wochen verabreicht werden.

Anti-IgE-Antikörper helfen nicht sofort: Bis die volle Wirkung erreicht ist, können bis zu 16 Wochen verstreichen. In diesem Zeitraum nehmen schwere Asthmaanfälle deutlich ab, was den Patienten ein aktiveres Leben mit einer besseren Lebensqualität ermöglicht.

Asthmaexperten werten die Einführung der Anti-IgE-Antikörper-Therapie als Durchbruch in der Behandlung des schweren allergischen Asthmas. Besprechen Sie mit Ihrem Arzt, ob in Ihrem Fall eine Anti-IgE-Behandlung in Frage kommt.

Anti-IgE-Antikörper verhindern, dass IgE an die Mastzelle bindet und Botenstoffe wie Histamin freigesetzt werden.

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